DIE SEBASTIANER KOMPANIE
gegründet 1975
„Stolz ein Basti zu sein – seit 50 Jahren!“
Im Winter 1974 trafen sich elf Sermer Männer in der Gaststätte „Zu den drei Linden“, um eine neue Kompanie zu gründen. Mit grünem Schützenrock und Hut traten sie 1975 beim Patronatsfest erstmals öffentlich auf. Heute – 50 Jahre später – stehen die Sebastianer für Kameradschaft, Engagement und Tradition.
1974: Elf junge Sermer gründen die Sebastianer-Kompanie in der Gaststätte „Zu den drei Linden“.
Gründung & Tradition
Nach anfänglichen Vorbehalten in der Bruderschaft unterstützten Brudermeister Christian Issel jun. und Geschäftsführer Ferdie Lemper die Neugründung. Im Januar 1975 wurde die Kompanie offiziell aufgenommen und trat zum Patronatsfest erstmals auf.
Die „Bastis“ – wie sie liebevoll genannt werden – pflegen seither ihr Lied „Wir sind Bastianer“ und ihren unverwechselbaren Gemeinschaftsgeist. Drei Gründungsmitglieder – Heino, Peter und Heinz – sind bis heute aktiv dabei.
50 Jahre Bastianer
Seit der Gründung blickt die Kompanie auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Elf Schützenkönige stammen aus ihren Reihen, darunter Peter Okon (Bezirks- und Diözesankönig 1994) und Uwe Kessel, der 2024 zum 50-jährigen Jubiläum König der Bruderschaft wurde.
Auch bei den Kaiserschießen zeigten sich die Sebastianer zielsicher: Heinz-Adolf Rösel (2002), Peter Okon (2007) und Detlef Wilms (2012) errangen den Kaisertitel. 2023 wurde Peter Okon zudem erster Jungschützenkaiser.
Kameradschaft & Familienleben
Die Bastis sind nicht nur beim Schützenfest aktiv. Jährlich werden Sommerfeste und Weihnachtsfeiern mit Familien gefeiert. Dank der Familie Kessel hat die Kompanie seit 2015 ein neues Hauptquartier im Garten ihres Hauses – Ort vieler Versammlungen, des „Girlandenbindens“ und Treffpunkt am Festwochenende.
Ein Herzstück der Gemeinschaft sind die Basti-Frauen: Sie basteln Blumenschmuck, dekorieren, kümmern sich um das leibliche Wohl und tragen maßgeblich zur familiären Atmosphäre bei. Dafür gilt ihnen ein großes Danke!
Heute & Zukunft
Mitglieder verschiedener Generationen – vom Jüngsten bis zum ältesten Sebastianer liegen 55 Jahre Altersunterschied – arbeiten harmonisch zusammen. Neue Mitglieder bringen frischen Wind, doch der Geist der Gründer bleibt lebendig.

„Stolz ein Basti zu sein!“ – bleibt das Motto einer Kompanie, die seit 1975 den Geist der Bruderschaft mitgestaltet und belebt.
Könige der Kompanie
Sermer Kindergarten profitiert vom Sermer Oktoberfest
Schon seit dem ersten Oktoberfest in Serm beteiligt die Sebastianer Kompanie viele Vereine und Gruppierungen an den Überschüssen dieses beliebten Festes. So sind bisher rund 50.000,- Euro verteilt worden. In diesem Jahr konnten sich die Kindergartenkinder über eine neue Schaukel freuen. Die bisher aufgebaute Schaukel entsprach nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Am 24. April waren die Arbeiten abgeschlossen und alle Kinder besetzten die neue Schaukel. Zur Einweihung kamen mit Christoph Hansen und Peter Okon auch Vertreter der Sebastianer Kompanie. Auch Sie hatten Spaß, die Freude der Kinder über das Geschenk zu erleben.
Bilder der Kompanie
Ausflüge der Kompanie
Im Jahr 1979 unternahmen wir auch unsere erste Kulturreise: Mit dem Bus ging die Tour nach Eschershausen ins Weserbergland. Es folgten Ediger Eller an der Mosel, Bell in der Eifel, mit eigenem Tanzwagen nach Rüdesheim am Rhein.
Die wohl interessanteste Reise war die nach Lissingen (bei Gerolstein, Eifel). Hier waren wir 2 Tage Gast beim heimischen Schützenverein. Am Samstagabend war nach wenigen Stunden das Zelt fest in unserer Hand.
Auch die Kassenbesetzung wurde von uns gestellt. Wie ein Königstanz abgehalten wurde, demonstrierten wir mit allem drum und dran. Der Umzug am Pfingstsonntag war für uns sehr ungewohnt: Das Königspaar fuhr – mit Kamellen um sich werfend – in der Kutsche durch den Ort, was uns stark an Karneval erinnerte. Am späten Abend trat die gesamte Kompanie mit allen Kommandos auf der Tanzfläche an, bedankte sich mit dem Sebastianerlied für zwei schöne Tage.
Mit der 2. Strophe marschierten wir unter großem Jubel aus dem Festzelt aus. Aber es sollte noch besser kommen: Die Zugabenrufe wurder immer lauter, bis der Vorstand des Lissinger Schützenvereins (48 Mitglieder) uns bat, noch einmal in das Festzelt mit Gesang und der gesamten Kompanie (22 Bastis) einzumarschieren. Diesen Wunsch sind wir gerne nachgekommen.
Lissingen
wird für uns immer in guter Erinnerung bleiben.
Weitere Anekdoten
1994 überschlugen sich die Ereignisse: Peter Okon wurde Schützenkönig, an seiner Seite seine Frau Angelika. Im August wurder Peter Bezirkskönig (erst der zweite aus der Bruderschaft) und für alle unvergessen, im September 1994 wurden
Peter und Angelika Okon in Münster ein strahlendes Diözesankönigspaar.
Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Serm stellte 1994 in ihrer langen Geschichte zum ersten Mal das Diözesankönigspaar. Dieses Ereignis zählt sicherlich nicht für die Bruderschaft und Kompanie, sondern für ganz Serm zu den Sternstunden.
Auch an so manches Sommerfest erinnern wir uns gerne. Das erste fand in Bengers Feldscheune statt. Das für die Wissenschaft wichtigste Fest, feierten wir im Schloßgarten von “Schloß Pipi”. Dort traf uns der Geistesblitz, dass ein abgesägter weißer Fliederbaum nicht mehr blüht. Am Sonntagmorgen wurde nach hitziger Diskussion der Weg von “Schloß Pipi Südtor” quer durch die Fliech bis zum Holtumer Mühlenhof, Heimat von Heinz Hansen, genauestens vermessen. Es waren 543,8 m, glaube ich. Schloßherr Sir Henry bat uns daraufhin, den beschwerlichen Weg zum Mittelpunkt des Dorfes zu vermessen: “Schloß Pipi Nordtor” über die Dorfstraße bis zur Theke der Dorfschenke. Dieser Weg beträgt genau 418,5 m und Sir Henry weiß seit diesem Tag, warum er nach dem Rückweg immer so müde war.
Anfang der 80er Jahre kam auf unseren Weihnachtsfeiern der Nikolaus zu unserem Nachwuchs. Diese bekamen natürlich kleine Geschenke, nachdem sie dem Nikolaus ein kleines Versprechen gegeben hatten. Ein kleiner Knirps versprach:
“Ich mache nicht mehr in die Hose”
Er bekam freudestrahlend sein Geschenk. Auf dem Weg zur Mutter rief er über die Schulter:
“und ich scheiß weiter in die Hose”.
Der Abend war gerettet. Unsere Weihnachtsfeiern finden heute noch mit großem Erfolg statt.




















